Mein ältestes Hobby sind sicher Radtouren. Schon als Kind fuhr ich oft stundenlang durch Spandau und auch mal in den Grunewald oder noch weiter. Meine ersten Radreisen machte ich als Lehrling an der Ostseeküste entlang, in Schweden und Norwegen oder in den Alpen.

Panne auf dem Weg zur Passhöhe von 2474 m

Später nutzte ich bekannte Radfernwege z. B. an Donau, Rhein oder Main entlang und erst seit wenigen Jahren führe ich immer wieder Freunde oder (noch) Fremde übers Land.

Bei der Radtour zum Deininger Weiher

Viele meiner Touren kenne ich schon aus eigener ErFahrung. Doch seitdem Routing mittels komoot so einfach geworden ist überlasse ich der App die Wahl der Strecke und fahre mir noch nicht bekannte Wege.

Lieblingstouren

An erster Stelle steht das sicher meine liebliche Runde durchs Kupferbachtal.

Ebenfalls ‘da unten’ beginnt die Tour über den Taubenberg. Erst anstrengend, geht es dann aber in eine angenehme Raserei über.

Level

Um die Teilnehmenden weder zu über-, noch zu unterfordern stufe ich meine Radtouren in Leistungslevel ein. Die Einstufung erfolgt nicht nach alternativen Fakten, sondern nach präzisem Bauchgefühl.

Von den Kilometerangaben sollte sich keiner schrecken lassen. Auf dem Land purzeln die Kilometer schnell und mancher war verblüfft wie viel Kilometer so ganz leicht zu schaffen sind.

Level 1Level 2Level 3Level 4Level 5
Bienen und Blumen: < 30 km, stetig bergab 😉 sanfter Asphalt, durchs liebliche Auenland der Hobbits
Die Touren sind absolut easy und auch mit Kindern ab 8 zu schaffen.
Reifeprüfung: < 50 km, hügelig, Straßenbelag “sowohl als auch”.
Kein reines Kuschelprogramm, aber auch längst kein Leistungssport. Das kann eigentlich jeder fahren, der ab und zu mit dem Rad fährt.
Beispiel: Kupferbachtal
FSK18: > 50 km, Steigungen, Schotter, keine Kaffeefahrt, aber auch keine Quälerei
Hier sollte schon etwas Kondition vorhanden sein. Zumal wir auch mit 16-18 km/h unterwegs sein wollen.
zart bis hart: > 60 km, knackige Steigungen, Schotter, Waldwege, flottes Tempo
Ohne gute Kondition oder Pedelec keine Chance. Das Rad muss sicher beherrscht werden um auch die nicht immer tollen Wege zu meistern. Es soll keine Quälerei sein, ist es aber manchmal. Dafür gibt es dann auch Belohnungen.
Beispiel: Taubenberg
BDSM: zwingt zur Demut

Packliste (für Tagestouren)

Diese Liste hat sich im Laufe der Jahre bewährt.

Helm oder Schirmmütze
In der Stadt oder mit Kindern fahre ich fast nie ohne, über Land selten mit Helm. Auf Mehrtagestouren wiederum meist ohne Helm. Das soll jeder für sich entscheiden.
Sonnenbrille + Krem
Gerade in Frühjahr verdrängte ich die Gefahr gern und wurde dann auf schmerzhafte Weise daran erinnert, dass Sonnenkrem besser gewesen wäre.
Regenjacke
Auf Tagestouren nehme ich nur noch meine superleichte, quietschgrüne vaude Regenjacke mit. Das Ding ist so klein und leicht, dass man es wirklich immer dabei haben kann und hilft auch gegen kalten Wind.
Handschuhe, Buff
Oke, dafür muss es wirklich schon kühl sein. Aber selbst bei 15°C ist es schon sehr angenehm die Hände vorm Fahrtwind schützen zu können.
Wasser + Essen
Die Wasserflasche sollte während der Fahrt nutzbar sein, um sie dann auch oft genug zu nutzen. Die ideale Größe ist so 0,7 l. Mehr bedeutet nur mehr Gewicht und auffüllen kann man überall.
Ich esse unterwegs nicht gar viel, aber ab und zu hat mich ein Müsliriegel schon gerettet.
Händi + Frau im Ohr
Zur Navigation nutze ich inzwischen ausschließlich komoot, das mir die Anweisungen via Bluetooth Headset ins Ohr flüstert. Ich habe gern ein Ersatz-Headset dabei.
Knipse
Nach einigen Versuchen alles mit der Händikamera zu erledigen bin ich nun wieder bei einer einfachen Digitalkamera, die sich einhändig anschalten, zoomen und auslösen lässt, so dass ich auch während der Fahrt knipsen kann. Damit entstehen wesentlich mehr und Fotos, von denen dann auch wesentlich mehr gut sind. Außerdem kann man die Aufgabe so besser deligieren um als Tourenleiter nicht alles allein machen zu müssen.
leichtes Schloss
Bei Tagestouren verwende ich ein leichtes, aber dafür eher langes (90+ cm) Zahlenschloss als Wegtragesperre. Klar ist die Widerstandskraft gegen die Panzerknacker nicht riesig, aber mir ist unterwegs wichtiger, dass mein Rad nicht von einem Gelegenheitsdieb geklaut wird.
Spannriemen
Schon bei der Befestigung des Rads in der Bahn, aber auch sonst hat sich ein längerer (2 m) Spannriemen sehr bewährt.
Kabelbinder
Wie der Spannriemen sind Kabelbinder für unterwegs irre praktisch. So manches Schutzblech lässt sich damit noch irgendwie befestigen, vieles andere auch.
Luftpumpe, Flickzeug
Zugegeben: Das Flickzeug lasse ich immer öfter weg – Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich den letzten Platten hatte. Das verdanke ich den Schwalbe Marathon Reifen.
Inbus 3,4,5, Pitlock
Das sind die Größen, die ich am meisten brauche. Ich habe so ein Multitool dabei, das nicht sooo multi, aber dafür auch nicht sooo schwer ist.
Vinyl-Handschuhe
Einmal in die Kette langen und schon … genau! Dafür nehme ich inzwischen auch gern diese einfachen Handschuhe her.
Handtuch
Es gibt spezielle Handtücher für unterwegs, die kleiner und saugfähiger als welche aus Baumwolle sind. Als Notfallhandtuch für den spontanen Sprung ins Wasser ist das oke.
kleine Tüte
Diese Plastiktüten vom Obstmann können noch viel mehr, als nur einmal den Einkauf tragen und sehnen sich nach weiteren Herausforderungen.
Erste Hilfe
Kein Defibrillator und Atemmaske, aber ein kleines Erste Hilfe Päckchen fährt immer mit.

ADFC

Der Werbeblock? Ja! Denn ich bin seit x Jahren Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) und seit 2016 Aktiver im Kreisverband München. Dort arbeite ich sowohl in der Arbeitsgruppe Internet, als auch im Event Team, das bei Veranstaltungen im direkten Kontakt zu den Menschen steht.

Neben der politischen Arbeit bietet der ADFC natürlich auch ein vielfältiges Freizeitangebot, zu dem die Tages- und Mehrtagestouren zählen.

Seit 2016 bietet der ADFC eine Pannenhilfe an, die laut anderen Aktiven auch wirklich funktioniert.

 

Über Tips und Ergänzungen freue ich mich: Kontakt