Vor komoot habe ich Routing vor der Tour gemacht und die wichtigsten Orientierungspunkte auf einen Zettel mit Richtungsangaben notiert.

Routing per Zettel

Manchmal hatte ich durch dieses Aufschreiben die Tour sogar weitestgehend im Kopf. Das funktioniert so lange gut, wie es keine Anpassung gab oder geben musste, weil sich Ziele ja ab und zu auch mal unterwegs ändern können. Außerdem plante ich eher auf Autostraßen statt ruhigere Wander- oder Fahrradwege zu nutzen.

Über die Webseite komoot.de kann man Touren wie bei einem ‘normalen’ Navi üblich durch Eingabe von Start, Ziel und Zwischentops planen, wird auf weitere Strecken oder Sehenswürdigkeiten hingewiesen und kann das dann auf die App des Händis übertragen. Von dort nutze ich das Routing mittels Sprachansage über Bluetooth Headset. Anfangs ist es etwas ungewohnt die ganze Zeit mit Frau im Ohr durch die Gegend zu fahren, aber nur so sind die Ansagen auch bei großem Lärm zu verstehen. Auch bei Regen ist das eine freilich eine tolle Sache, wenn man auf einmal all die noch so kleinen Abzweige findet, an denen man sonst vorbei gerauscht wäre.

Der Stromverbrauch hält sich in Grenzen. So sagt mein Headset Plantronics Explorer 50 beim Anknipsen den Akkustand an: “talk time 11 hours”. Nach einem Tag Routing waren es dann “10 hours”. Auch das Händi wird offenbar nicht zu stark gefordert. Mein inzwischen fast schon betagtes Wiko bloom hält auch mit häufigem Blick auf die Karte meist den ganzen Tag durch.

Natürlich wird die Strecke auch auf einer skalierbaren Karte angezeigt und es können Wegpunkte hinzugefügt oder eben auch gelöscht werden. Leider überdeckt die blaue Route die darunterliegende Straße so, dass ich kaum mehr Rückschlüsse über dessen Beschaffenheit machen lassen.

Die Sprachanweisungen erfolgen meist dann, wenn man sie braucht. Etwas witzig ist bisweilen die Aussprache. Frau Komoot ist anscheinend nicht bekannt, dass aufeinanderfolgende Vokale zu veränderter Aussprache führen. Die Goethestraße wird eben Götestraße ausgesprochen und nicht Go-etestraße. Nun ja, davon hängt hoffentlich nicht der Weltfrieden ab.

Manchmal ist das “Rechts” des Navis in Wahrheit ein “Links”, denn es setzt sich aus 5 Metern “rechts” und danach gleich “links” zusammen. Auch “die nächste Möglichkeit links” hat mich nicht nur einmal vom rechten Weg abkommen lassen. Wenn es dann aber heißt, dass die Route neu berechnet wird zeigt der Blick auf die App, dass komoot und ich unterschiedlicher Meinung von “nächster Möglichkeit” waren.

Die App/der Service ist eher fürs Land gedacht, aber auch in der Stadt funktioniert das Routing so, dass man eher auf den für Radler attraktiven Wege geroutet wird. So führte mich komoot durch die wunderbaren weitläufigen Parks Leipzigs, die ich sonst eher gemieden hätte, weil man sich in Parks schnell mal verfährt.

Die App ist kostenlos. Aber da die auch nicht nur von Luft und Liebe leben kosten die Karten eben Geld. Doch im Vergleich zu dem, was man früher für die GPS Empfänger von Garmin und Co zahlen durfte, ist es ein sehr kleines Geld.

Wer es probieren möchte melde sich – ich kann jeweils eine Regionalkarte verschenken.

Outdoor Navigation mit komoot
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