29 Jul

satt in Göteborg

Ich gestehe mir eben einen Kick besorgt zu haben. Es kostete etwas, aber das war es mir wert. Ich bin gerade in Göteborg. Heute sahen wir uns die Stadt an. Erst per Boot, dann mit dem Rad und den letzten Weg zu Fuß. Wir waren erledigt und ich ging nur noch mal schnell los um meinen Hunger zu stillen.
Doch da erinnerte ich mich, dass am Ende der Kungsportsavenyn etwas namens “Konstmuseum” liegen soll. Seit Tagen hatte ich keine Kunst mehr gesehen. Wie ein Magnet zog es mich an. Es war bereits halb 8, aber es sollte erst anderthalb Stunden später schließen. In den recht verzweigten Räumen stieß dabei auf allerlei Überraschungen.

Ich fing mit Gegenwartskunst an.
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Diese Reduktion aufs Wesentliche der Frau von einer Frau war ja noch witzig.

 

Genauso wie das:
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Jeder weiß warum ich das Bild toll fand.

 

Dann sah ich die erste Schöne:
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Schon ganz nett.

 

Hoppla, was macht die denn da?
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*rot werd*

 

Minimal Art?

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Es erinnerte mich an eine Statue, die ich vor kurzem in der Münchner Glyptothek sah:

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Da hat jemand auch schon mal mit dem Wesentlichen des Mannes angefangen …
… dem Kopf natürlich.

 

Dann erblickte ich diese Schöne:

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Träumt sie nicht wunderbar?

Von den Decken sahen diese Mädels herab:

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Davon gab es 4 Szenen.

Am lustigsten fand ich diese:

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Anscheinend telefonierten die Mädels damals schon ewig – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wirklich gefangen war ich von ihr:

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(tststs)

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Ich hätte sie beinahe wach geküsst.

Das hätte aber wohl besser dieser Held von Rodin getan, den ich letztes Jahr in der St. Petersburger Eremitage beneidete:

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Doch haben sich die beiden nie gesehen, denn die Schöne ist nicht von Rodin, sondern von Per Hasselberg.
Wikipedia
schreibt nicht umsonst, dass er außerhalb Schwedens kaum bekannt ist.

Es dauerte einigen Minuten bis ich mich von ihr trennen konnte.

 

Im moderneren Teil fand ich einen ELK?

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Nein, Isaak Grünewald.

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Das erinnerte mich an ein Bild, das in Spandau bei meiner Mama hing.

Im Gegensatz dazu ist dies hier ein echter Monet. Daneben hingen noch Renoir und die kleine 14-jährige Tänzerin von Degas fehlte ebenfalls nicht.

Dieses Bild ist von einem echten Whoever. Es gefiel mir, weil mich deren mich töten wollendenden Blicke trafen.

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Mit dieser im Original viel besseren Darstellung von Licht und Schatten verabschiedete ich mich.

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Im Shop stieß ich auf einen Van Gogh, den ich jedoch nicht in der Ausstellung sah. Die Kassiererin konnte mir gleich sagen, dass der zur Zeit in Basel hängt. Bei der Prüfung dessen stieß ich gerade auf diese praktische Seite, auf der man sehen kann, wo gerade Werke von wem ausgestellt werden:
http://www.artfacts.net/de/kuenstler/vincent-van-gogh-5143/profil.html

Wenn ich also mal nicht nur meinen Hunger stillen möchte, sondern Appetit auf etwas Bestimmtes habe, weiß ich jetzt wo ich suchen muss.

Mein Kunsthunger ist damit erst einmal wieder gestillt und es war richtig lekker. Was ich vom Göteborger Kunstmuseum nun nicht gerade erwartet hätte.

hej då